Häufig gestellte Fragen

Welcher Kamin wird gebraucht um eine optimale Funktion des Walltherm zu garantieren?

Der Walltherm arbeitet im Naturzug, daher ist der Kaminzug von äußerster Bedeutung. Der Kaminzug sollte mindestens 12 Pa sein, optimal wären 15 Pa, dies sollte von einem Fachmann (Schornsteinfeger) gemessen werden.In der Praxis wird meist ein Kamin von min. 6 m Länge (vertikal) benötigt, und zwar mit einem Durchmesser von 150 mm. Der Kamin muss wärmegedämmt sein und sollte keine horizontalen Strecken mit mehr als 1 m haben! Kaminanschlüsse von 45 – 60° (anstatt 90°) erhöhen den Zug. Die Form des Kaminrohres sollte rund sein. Um festzustellen ob der bauseits vorhandene Schornstein für Ihren Walltherm-Holzvergaserofen geeignet ist, führen wir eine Funktionsprüfung durch. Die Investitionssumme in Höhe von 45 Euro, wird bei Auftragserteilung eines Walltherm-Holzvergerkessels, vollständig gutgeschrieben.

Gibt es Kondensprobleme durch die niedrigen Abgastemperaturen?

Nein. Beim Anheizen des Wallthem ist die Direktklappe geöffnet, der Rauch kann also mit relativ hohen Temperaturen von über 300°C in den Kamin eintreten. Dabei wird der Kamin auf Temperatur gebracht und sämtliche Feuchtigkeit entweicht. Nachdem der Schornstein warm ist, wird auf die Holzvergaserfunktion umgeschaltet, erst dann sinkt die Abgastemperatur ab. Bei einwandfreier Holzvergaserfunktion werden die Abgase so sauber verbrannt, dass auch bei Abgastemperaturen von nur ca. 130-170°C kein Kaminversottung stattfindet.

Welches Holz wird benötigt?

Optimal ist mindestens 2 jährig gelagertes, trockenes Holz. Es kann sowohl Weichholz (z.B. Fichte, Kiefer..) als auch Hartholz (Buche, Eiche…)verbrannt werden. Die Restfeuchte sollte maximal 20% betragen, besser aber nur ca. 15%.

Der Brennraum ist so konstruiert, dass man bis zu 35 cm lange Holzscheite einlegen kann.

Der Verbrauch hängt stark von der Qualität des Brennholzes ab, aber generell kann gesagt werden: Bei Weichholz erreicht man bei  einer vollen Ladung eine Autonomie von 3 bis 4 Stunden, bei Hartholz erreicht man sogar über 5 Std. Autonomie.

Im Füllraum ist Platz für ca. 50 lt. Holz.

Tritt beim Nachlegen Rauch aus?

Bei gutem Kaminzug tritt beim Nachlegen kaum Rauch aus. Vor dem
Nachlegen wird die Anheizklappe geöffnet, wobei der Rauch vom oberen Brennraum direkt in den Kamin entweicht. Erst dann wird die obere Brennraumtür geöffnet und Holz nachgelegt. Aus Sicherheitsgünden wird dennoch empfohlen, zuerst das Holz im Brennraum abbrennen zu lassen und erst dann neues Holz nachzulegen.

Was muss ich bezüglich der Reinigung beachten?

Die Asche vom oberen und unteren Brennraum wird täglich entnommen,
wöchentlich sollte man die Roste des oberen Brennraumes entnehmen um auch die Asche aus den darunterliegenden Aschefächern zu entnehmen. Ein Aschesauger kann hierfür nützlich sein.

Die Rauchzüge des Wärmetauscher werden mit speziellen Stahlbürsten gereinigt, die bereits im Lieferumfang enthalten sind. Für die Reinigung muss eine Abdeckung hinter dem Kaminrohrabgang abgenommen werden. Die darunter liegenden Rauchzüge werden dann mit den langen Stahlbürsten gründlich gereinigt. Die Reinigung der Rauchzüge sollte alle 6-8 Wochen durchgeführt werden.

Welche Teile sind Verschleißteile und wie lange halten sie durchschnittlich?

Dichtungsbänder an Türen und Reinigungsöffnungen sind je nach Verschleiß, ca. alle 2-9 Jahre auszutauschen. Der Injektorblock aus Edelstahlfeinguss und die Gussroste im oberen Brennraum haben eine durchschnittliche Haltbarkeit von ca. 3 - 6 Jahren, je nach Benutzung des Ofens. Schamottesteine können mit der Zeit oberflächliche Risse zeigen, in der Regel sind sie dadurch aber noch stabil und erfüllen Ihren Zweck, erst wenn sie nach ca. 7-8 Jahren zerfallen, sollten sie getauscht werden. Die Lebensdauer der Ausmauerung verkürzt oder verlängert sich je nach dem, mit wieviel Gefühl das Holz in die Brennkammer eingelegt wird. Hier zählt ganz klar: Holz legen - nicht werfen, um eine lange Nutzungsdauer zu erhalten. Die Glasscheibe des unteren Brennraums ist sehr hohen Temperaturen ausgesetzt, sie muss in Einzelfällen periodisch ausgetauscht werden, falls sie Ihre Transparenz verliert.

Wie groß sollte der Speicher sein?

Vom Gesetzgeber wird ein Speicher von ca. 600 lt verlangt, wir empfehlen eine Kapazität von 1.000 lt oder mehr, um eine längere Autonomie zu gewährleisten.

Was muss ich bei meinem Heizungssystem beachten?

Der Walltherm liefert seine Wärme an einen Speicher, die Heizung, sei es nun Fußboden-, Wand-, oder Heizkörperheizung entnimmt die Wärme aus dem Speicher. Es muss daher sichergestellt werden, dass die Heizungspumpen nur laufen, wenn der Speicher vorher vom Walltherm ausreichend aufgeheizt wurde. Andernfalls kann es sein, dass kaltes Wasser im Heizunssystem zirkuliert und das Haus auskühlt. Manchen Heizungssteuerungen gehen davon aus, dass sich die Heizquelle automatisch zuschaltet sobald der Speicher abkühlt, bei einem Holzofen ist das aber nicht der Fall, da dieser manuell befeuert wird.

Warum muss eine Rücklaufanhebungsgruppe angeschlossen werden?

Die Rücklaufanhebungsgruppe dient dazu, die Temperatur im Wärmetauscher des
Walltherm auf mindestens 60°C zu halten, um dies zu garantieren, wird ein thermisches oder sensorgesteuertes 3-Wegeventil eingesetzt.

Notwendig ist dies, um keine Kondensprobleme zu haben; würde nämlich kaltes Wasser (z.b. 20°C) in den Wärmetauscher des Walltherm zurückfließen, wäre ein Kondensieren nicht zu vermeiden. Als Folge würden sich die Rauchzüge zusetzen und die Flamme im unteren Brennraum würde ständig abbrechen. Außerdem kann das Kondenswasser Korrosion am Wärmetauscher hervorrufen.

Die 5 jährige Garantie auf den Walltherm besteht nur, wenn der Ofen mit einer korrekt funktionierenden Rücklaufanhebungsgruppe betrieben wird.

Welche Voraussetzungen müssen am Aufstellungsort gegeben sein, um den Walltherm einsetzen zu können?

a)  Geeigneter Schornstein
b)  Der Boden/die Decke muss das Gewicht des Ofens problemlos tragen    können. (ca. 300 kg)
c)  Verbindungsmöglichkeit zum Speicher:
     2 x Rohrleitungen für Vorlauf und Rücklauf (möglichst 1“)
     1 x Kaltwasserzulauf

     1 x Abfluss Ablauf Sicherheitsventil
     1 x Abfluss Ablauf thermische Ablaufsicherung (TAS)


d) Beim Wunsch die Verbrennungsluft von außen zuzuführen sollte die       Rückwand eine Außenwand sein, oder ein Kanal für die Zuführung vorgesehen werden.
e) Abstand zu brennbaren Teilen muss eingehalten werden, hierbei sind jeweils die Landesgesetze/Normen gültig, meist wird ein Abstand von 20 cm
zu brennbaren Teilen verlangt. Außerdem muss der Ofen auf ein nicht brennbares
Material gestellt werden z.B. Bodenblech, Glasscheibe, Stein usw.

Beim Walltherm sind die Mindestabstände zu brennbaren Bauteilen 10 cm und zu nicht brennbaren Bauteilen 5 cm, wobei der Abstand des Rauchrohres mindestens 40 cm zu Wänden und mindestens 50 cm zur Decke betragen.